Bettina Staude

Hitze im Sommer – Tipps für Katzen und Hunde

Hitze und Katzen

Unsere Katzen stammen von der afrikanischen Falbkatze ab und lieben nicht nur deshalb die Wärme und den Sommer. Gerne dösen sie in der Sonne. Doch genau darin liegt auch die Gefahr. Bei deiner Katze können durch zu viel Hitze gesundheitliche Probleme auftreten.

Denn Katzen können nicht schwitzen. Im Gegensatz zu Hunden erzeugen sie auch keine Verdunstungskälte durch hecheln. Für diese Verdunstungskälte müssen sie ihr Fell ablecken, was wiederum ein Flüssigkeitsverlust für die ohnehin schon sehr spärlich trinkenden Katzen bedeutet. Zudem ist dieser Kühlungseffekt nur von kurzer Dauer. Deshalb ist Überhitzen ein wichtiges Thema im Sommer.

Gefahren im Sommer:

Überhitzung und Hitzschlag

Zu lange Sonneneinstrahlung kann zu Überhitzung führen und diese kann leider auch tödlich enden.

Symptome:

  • erhöhter Herzschlag
  • Unruhe
  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Brechreiz/Durchfall/Schwindel
  • Dunkelrotes Zahnfleisch

Bei diesen Anzeichen solltest du die Katze schnellstmöglich an einem kühlen Ort auf ein feuchtes Tuch legen. Dazu empfiehlt es sich, baldigst einen Tierarzt aufsuchen. Und Achtung! Keine Eiswürfel oder ähnliches geben! Denn sinkt die Körpertemperatur zu schnell, kann es zu einem Schockzustand kommen.

Sonnenbrand

Helle und kurzhaarige Katzen sind besonders gefährdet. Betroffen sind meist die Ohren und das Gesicht. Auf Katzen ganz ohne Fell, wie z.B. die Sphynx oder Sphinx, ist besonders zu achten.

Bindehautentzündung

Wenn Deine Katze an einer Bindehautentzündung oder auch einer Erkältung erkrankt, kann das viele Ursachen haben. Oft ist sie einfach an ihren Ruhe- oder Lieblingsplätzen Zugluft oder auch Ventilatoren ausgesetzt. Das kannst du leicht vermeiden.

Tipps für den Sommer:

Für Rückzugsorte bei Hitze sorgen

  • Fliesen- oder Steinböden, ev auch im Keller
  • Schattige Plätze hinter Pflanzen
  • Kühlmatte

Fell anfeuchten

  • Streiche mit einem feuchten Tuch über das Fell deiner Katze.
  • Oder für deine Katze noch angenehmer: Benutze deine angefeuchteten Hände dafür.

Das richtige Futter bei Hitze

  • Für den Flüssigkeitsbedarf der Katzen ist Nassfutter besser

Denn Nassfutter enthält 70-80% Feuchtigkeit, während Trockenfutter nur 10% Feuchtigkeit enthält.

(Wie du hochwertiges Nassfutter erkennen kannst, erkläre ich dir gerne.)

Katzen zum Trinken animieren

  • Trinkbrunnen aufstellen (denn Katzen bevorzugen fließendes Wasser)
  • Eiswürfel in die Trinknäpfe verteilen. Das animiert die Katzen zum Spielen und sie lecken sich ihre nassen Pfoten ab.
  • Ein wenig ungesalzene Hühnerbrühe ins Trinkwasser geben. (Sorgt für Abwechslung im Geschmack)

Sonnencreme? Ja bitte.

  • Ohren und Gesicht (bei der Sphynx der ganzer Körper) kannst du mit einer sensitiven Kindersonnencreme eincremen.

Hitze und Hunde

Unsere Hunde haben keine Schweißdrüsen auf der Haut und können somit auch nicht schwitzen.  Lediglich über die Zunge und die Ballen können sie abschwitzen. Um sich abzukühlen, hecheln Hunde deshalb. Beim Hecheln steigt die Atemfrequenz auf etwa 300 Atemzüge pro Minute an. Das hilft gegen Überhitzung.

Doch Achtung! Hechelt dein Hund zu stark, läuft er Gefahr einen Hitzschlag zu erleiden.

Gefahren im Sommer:

Hitzschlag durch direkte Sonneneinstrahlung

Symptome:

  • Starkes Hecheln
  • Flache, schnelle Atmung
  • Taumeln
  • Unruhe
  • Erbrechen/Durchfall
  • Hochrote Schleimhäute

Sonnenbrand

Auch Hunde können sich einen Sonnenbrand zuziehen. Besonders betroffen sind Ohren und Nase, die Lefzen und auch kahlere Stellen am Bauch.

Verbrennung der Pfoten

Hunde können sich im Sommer die Pfoten auf den Asphaltstraßen und auf heißen Pflastersteinen verbrennen. Denn Asphalt kann Temperaturen bis zu 60 Grad erreichen.

Wir neigen oft dazu, viel zu große Wandertouren mit unseren Hunden zu planen. Auch die Radtour kann bei Schönwetter etwas länger dauern. Für uns toll, aber unsere Hunde werden schnell überfordert. Deshalb langsam angehen und auf die Gesundheit des Hundes achten!

Tipps für den Sommer:

Mittagshitze vermeiden

  • Große Gassi-Runden lieber in die frühen Morgenstunden oder am späten Abend
  • In Parks oder im Wald spazieren gehen (auf kühlem Boden)

Fellpflege

  • Dickes Fell ausdünnen lassen
  • Kurze Sommerhaarschnitte schneiden lassen

Wasser marsch!

  • Lass deinen Hund im See, Fluss oder Hundepool baden
  • Wasserspiele mit dem Gartenschlauch
  • Beine anfeuchten
  • Immer für ausreichend frisches Wasser zum Trinken sorgen

Hunde nicht mit einem feuchten Tuch abdecken. Es droht Staunässe und damit ein Hitzestau.

Vor Sonnenbrand und direkter Sonneneinstrahlung schützen

  • Ohren, Schnauze und kahlere Stellen am Körper mit einer sensitiven Kindersonnencreme einschmieren
  • Für Schattenplätze sorgen.
  • Achte auf deinen Hund, wenn du Freunde auf einen Plausch triffst. Er sollte nicht in der direkten Sonne auf dich warten müssen.
  • Kühler Untergrund, schattige Steinböden und Wiesen

Das richtige Hundefutter bei Hitze

  • Mehrere kleinere Futterrationen am Tag geben
  • Für den Flüssigkeitsbedarf von Hunden ist Nassfutter besser

Denn Nassfutter enthält 70-80% Feuchtigkeit, während Trockenfutter nur 10% Feuchtigkeit enthält.

(Wie du hochwertiges Nassfutter erkennen kannst, erkläre ich dir gerne.)

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